Kompost anlegen

Haufenweise Vorteile

Ein Komposthaufen bietet sprichwörtlich haufenweise Vorteile: Organische Abfälle aus Haushalt und Garten sind schnell entsorgt, Vögel finden dort zahlreiche Kleininsekten zur Nahrung und zu guter Letzt haben Sie mit dem entstandenen Kompost kostbaren Biodünger frei Haus. Aufgrund des hohen Humus- und Nährstoffgehalts und der Fähigkeit, Wasser zu speichern, ist Komposterde bestens zur Verbesserung des Bodens geeignet.

 

Tipp

Streuen Sie zwischen die Lagen Kompostbeschleuniger, dann ist die neue Gartenerde schneller fertig!

Wohin mit dem Komposthaufen?

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Komposthaufen sollten vor praller Sonne und Wind geschützt sein und am besten im Halbschatten liegen. Das wirkt sich positiv auf den Zersetzungsprozess aus:  Regenwürmer, Asseln und Mikroorganismen fühlen sich dort besonders wohl und der Komposthaufen trocknet weniger aus. Praktisch, wenn er ausserdem gut zu erreichen ist.

Reiche Erde aus Abfall

Idealer Bodenverbesserer

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Komposterde entsteht in einem Ab- und Umbauprozess organischer Stoffe, an dem Mikroorganismen, Asseln, Strahlenpilze und Würmer beteiligt sind. Er ist ideal als Dünger für die obersten Bodenschichten, eignet sich aber nicht als Anzuchterde, da er zu nährstoffreich ist. Gemischt mit Erde und Sand ergibt er gute Blumenerde.

Tipps und Tricks

Nützliches zum Thema Kompost

Die Kompostierung wird sowohl im Garten als auch in der Landwirtschaft gezielt eingesetzt, um schnell und kontrolliert organische Substanzen in Erde umzuwandeln. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie einen Komposthaufen anlegen und was im Zeitverlauf zu beachten ist.

Anlegen
Einen Komposthaufen können Sie jederzeit anlegen (Ausnahme: bei Frost). Ideal dafür ist der Herbst, weil dann die meisten Gartenabfälle anfallen.

Untergrund
Heben Sie an der Stelle, an der der Komposthaufen entstehen soll, auf einer Fläche von der Grösse des Komposthaufens (z.B. 1,50m x 1,50m) 15 cm Erde aus und legen Sie eine Dränage an: Bei Lehmboden füllen Sie eine Sandschicht ein, bei Sandboden eine Schicht Lehmboden.

Aufbau
Ein Komposthaufen benötigt Wärme, Luft und Feuchtigkeit. Aufgebaut wird er in Lagen, und zwar so, dass Wasser ablaufen und die Luft zirkulieren kann. Dazu die unterste Schicht aus groben Abfällen (Heckenschnitt, zerkleinertem Baumschnitt etc.) anlegen und dann abwechselnde Lagen aus Grünschnitt und Reisig im Verhältnis 2:1 locker und luftig aufschichten.

Zwischenlage
Zwischen diese 20 bis 25 cm hohen Lagen gemischter Abfälle kommt jeweils eine dünne Zwischenlage aus stickstoffhaltigem tierischen Dünger und Kalk (Achtung: nur bestäuben!) – wahlweise können Sie auch Kompostbeschleuniger verwenden – und darauf dünn Erde oder Kompost vom Vorjahr.

Abschluss
Ein Komposthaufen sollte nach oben schmaler werden und nicht höher als 1,50 m sein. Als Abdeckung erhält er eine schützende Schicht aus Laub, Stroh oder Rasenschnitt.

Zu feucht? Zu trocken?
Ist der Komposthaufen zu feucht, bekommt er zu wenig Luft. Es droht Fäulnis.
Der Komposthaufen muss gelüftet und umgesetzt werden. Ist er zu trocken, entwickelt der Kompost zu viel Wärme. Deshalb bei Trockenheit Komposthaufen giessen, bei anhaltenden Regenfällen ausserdem abdecken.

Umsetzen
Bei kleinen Komposthaufen ist es nicht nötig; grosse setzen Sie am besten im Frühsommer um. Davor ist der Komposthaufen Winterquartier und Brutstätte zahlreicher Nützlinge. Beim Umsetzen schichtet man das Material vom Rand nach innen, das innere nach aussen.

Verteilen
Nach neun Monaten ist es soweit: Der Kompost ist richtig zusammengesetzt und kann im Garten verteilt werden. Die beste Zeit dafür ist der Herbst. Schon früher kann der so genannte Rohkompost verwendet werden, der noch mit grösseren Stücken zersetzt ist und sich besonders gut zum Mulchen eignet (Mulch-Kompost wird nur oberflächlich auf der Erde verteilt).

Durchwurfsieb
Mit einem Durchwurfsieb können Sie die entstandene Komposterde zusätzlich sieben. Zurückbleibende grobe Reste können zurück auf den Komposthaufen.
Die Komposterde im Garten verteilen und nur leicht einharken (nicht untergraben!).

Kompost-Do's

Was darf auf den Kompost?

● Gartenabfälle
● Rasenschnitt
● Laub
● Strauch- und Baumschnitt
   (kleingeschnitten, ggf. gehäckselt)
● Eierschalen
● Obst- und Gemüseabfälle
● Kaffeesatz, Teesud
● Stroh, Heu, Hobelspäne

Kompost-Don'ts

Was darf nicht auf den Kompost?

● Essensreste und Lebensmittel
● Samentragende Unkräuter (Vogel-
    miere, Brennnessel, Franzosen-
    kraut, etc.)
● Wurzelunkräuter (z. B. Ackerwinde,
    Girsch)
● Gartenabfälle mit Pflanzenkrank-
    heiten (Feuerbrand, Himbeer-
    rutenkrankheit, auffälliges
    Kohlkraut etc.)
● Mit Insektiziden behandelte Pflanzen

Tricks und „Beschleuniger“

Was Sie beachten sollten

Grösser ist besser: Die stärkere Erwärmung beschleunigt die Verrottung. Der Kompost sollte feucht sein, wie ein ausgedrückter Schwamm. Fühlt er sich deutlich trockener an, geben Sie Wasser hinzu. Zuviel Feuchtigkeit erkennen Sie am fauligen Geruch. Mischen Sie trockenen Rindenmulch bei. Vorsicht bei Rasenschnitt – er fault schnell. Am besten erst antrocknen, dann Rindenmulch oder Baumschnitt untermischen. Öfter umschaufeln: Bei Temperaturen von bis zu 60 Grad Celsius, ist der Prozess innen schneller. Das Durchmischen bewirkt eine gleichmässige Verrottung.

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